10 Tipps für den sicheren Krankenhausaufenthalt

Die Plattform Patientensicherheit hat kürzlich unter Mitwirkung der Ärztekammer und Patientenvertretern einen Leitfaden für den sicheren Krankenhausaufenthalt herausgegeben. Der Zweck dieses Patientenhandbuches besteht darin, Patienten mit Informationen zu versorgen, die benötigt werden, um einen aktiven Beitrag für einen sicheren Krankenhausaufenthalt leisten zu können.

Im Handbuch sind 10 Sicherheitstipps enthalten. Als erstes wird angeführt, dass Patienten an das Behandlungsteam Fragen stellen sollen, wenn sie etwas nicht verstehen und gegebenenfalls auch ihre Bedenken äußern sollen. Das behandelnde Personal soll über Gewohnheiten bezüglich Medikamenteneinnahme, Diäten, Nahrungsergänzungsmittel sowie Allergien oder Unverträglichkeiten informiert werden. Patienten sollten sich Notizen über ihre Erfahrungen während der Erkrankung und allfällige Fragen an das Personal machen. Für den Fall, dass Patienten nicht mehr in der Lage sind, ein Arztgespräch zu führen, steht es ihnen frei, eine Person des Vertrauens das Gespräch führen zu lassen. Vor den einzelnen Untersuchungen, Behandlungen oder Medikamenteneinnahmen sollte mit dem Behandlungsteam der Name und das Geburtsdatum abgeglichen werden. Wenn sich Patienten einem operativen Eingriff unterziehen müssen, sollten sie vor der Operation den Ablauf mit dem Chirurgen besprechen. Wichtig ist auch, dass alle Beschwerden und Schmerzen bekannt gegeben werden, auch wenn diese nicht mit der Erkrankung, wegen der man in Behandlung ist, in Zusammenhang stehen. Patienten sollten daran denken zu fragen, wie die Behandlung nach dem Krankenhausaufenthalt fortzusetzen ist und was man selbst tun kann, um den Behandlungserfolg sicherzustellen. Schlussendlich sollten die Namen aller einzunehmenden Medikamente sowie deren Wirkung und die Dauer der Einnahme bekannt sein. Hierzu sollte eine Medikamentenliste geführt und Informationen über mögliche Neben- und Wechselwirkungen eingeholt werden.

Das Patientenhandbuch wird im Rahmen eines Projektes im Frühjahr erstmals in österreichischen Gesundheitseinrichtungen zum Einsatz kommen und danach evaluiert. Nachfolgend liegt es dann auch bei der Patientenanwaltschaft Vorarlberg auf.

Beitrag der Patientenanwaltschaft Vorarlberg

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